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Lagerausstattung Große Klappe – viel dahinter

Autor / Redakteur: Stephan Morgenrot / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Wann immer Originalersatzteile für die Vierräder eines großen Automobilherstellers gebraucht werden, sorgt die Rudolph Logistik Gruppe (RLG) in Baunatal bei Kassel für ihre Verfügbarkeit – die Ersatzteillogistik ist ausgeklügelt. Das gilt jetzt auch für die Entsorgung der riesigen Menge an Kartonagen.

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So unterschiedlich groß wie die Ersatzteile, so variantenreich sind auch die Modulkartonagen im Lager der Rudolph Logistik Gruppe im GVZ Kassel-Waldau.
So unterschiedlich groß wie die Ersatzteile, so variantenreich sind auch die Modulkartonagen im Lager der Rudolph Logistik Gruppe im GVZ Kassel-Waldau.
(Bild: HSM)

Für die Entsorgung der Kartonagenberge im Baunataler Logistikzentrum fand der Kontraktlogistiker eine optimale Lösung bei HSM, dem Hersteller von Aktenvernichtern, Schreddern und Ballenpressen aus Frickingen: die Füllklappenpresse HSM HL 3521 S. Dank einer großen Öffnung kann sie auch mit Großkartons bequem gefüllt werden. Kassel kennen die meisten als Stadt der Documenta – die weltweit größte Schau zeitgenössischer Kunst. Für Jan Nette-Feldmann, Niederlassungsleiter der RLG, ist die nordhessische Metropole noch etwas anderes: Für ihn ist Kassel einer der wichtigsten Standorte für die Logistik von Originalersatzteilen. Wie wichtig, unterstreicht unter anderem die Größe des Lagers, das die RLG im Güterverteilzentrum (GVZ) Kassel-Waldau bewirtschaftet: 75.000 m².

Tonnenweise gebrauchte Kartonagen müssen monatlich entsorgt werden

Im Logistikzentrum kommen täglich rund 14 Container von Fahrzeuglieferanten aus aller Welt an – ob aus Brasilien oder Mexiko. Es sind Originalersatzteile für alle aktuellen, aber auch älteren Fahrzeugtypen des Automobilproduzenten. Insgesamt 18.000 Originalteile lagert die RLG in Gitterboxen, die sich in dem Blocklager über sechs Ebenen bis unters Hallendach stapeln. So unterschiedlich groß wie die Ersatzteile, ob Achsschenkel, Koppelstangen, Radlager oder Bremsbeläge, so variantenreich sind auch die „Modulkartonagen“, die für den Transport in den Standardcontainern optimiert sind. Wie viele Kartons der Kontraktlogistiker pro Monat entsorgen muss, weiß Jan Nette-Feldmann nicht. Er zählt nicht, das wäre zu aufwendig; die Menge wird gewogen. Zwischen 80 und 100 t an Verpackungen verlassen pro Monat das Lager in Richtung Papierfabriken oder Häfen für den Export. Das sind vier bis fünf Lkw-Ladungen. Rund 50 Ballen passen auf einen Lastwagen. Die schickt ihnen regelmäßig die Johannes Fehr GmbH & Co. KG, Lohfelden, ins Haus. An Fehr hat RLG die Entsorgung seiner Kartonagen outgesourct. Die Firmengruppe Fehr ist einer der großen in der Recyclingbranche. Mitarbeiter: 1700.

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Mächtiger Druck sorgt für sehr hohe Verdichtung

Zusammen mit ihrem Entsorgungsdienstleister dachten die Kasseler darüber nach, wie sie die enorme Kartonmenge problemlos verwerten können. Die Antwort fanden sie bei HSM in Frickingen. Der badische Hersteller von Ballenpressen, PET-Lösungen sowie Aktenvernichtern und Schneidemaschinen hat mit der horizontalen Ballenpresse HSM HL 3521 S das richtige Produkt im Angebot. Es ist eine mächtige Maschine: 6 t schwer und 9 m lang. Für RLG ist sie wegen der extragroßen Einfüllöffnung ideal: Die riesigen Kartons müssen nicht erst zerkleinert werden.

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