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Logistikstudie KEP-Dienste stellen Stadtlogistik sicher

Kurier-, Express- und Paketdienste begünstigen nach einer aktuellen Studie besonders kleine innerstädtische Geschäfte, leisten damit einen Beitrag zur Vielfalt der Innenstädte und stärken insgesamt den Wirtschaftsstandort Innenstadt.

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Laut einer aktuellen Studie sichern die deutschen KEP-Dienstleister lebendige, attraktive Innenstädte.
Laut einer aktuellen Studie sichern die deutschen KEP-Dienstleister lebendige, attraktive Innenstädte.
(Bild: BIEK)

Die aktuelle Studie „Nachhaltige Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste“ hat Treiber, Ziele, Konzepte und Rahmenbedingungen aus der Sicht von Handel, Kommunen und KEP-Dienstleistern untersucht und die aktuellen Umweltauswirkungen der „letzten Meile“ quantifiziert. „Die Kurier-, Express- und Paketdienste in Deutschland sichern lebendige Innenstädte“, so Glorian Gerster, Vorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK). Gerster stellte die Stadtlogistik-Studie kürzlich gemeinsam mit deren Autor Prof. Dr. Ralf Bogdanski von der TH Nürnberg Georg Simon Ohm in Berlin vor. „Die KEP-Dienste bedeuten für den Einzel- und Online-Handel in Innenstädten das, was der öffentliche Personennahverkehr für Stadtbewohner darstellt“, erklärt Gerster. „Sie schonen die Umwelt, sparen Kosten, Zeit und Aufwand. Paket- und Expressdienste bündeln Lieferungen und vermeiden dadurch Verkehre. Nahezu 100 % der Sendungen weden beim ersten Versuch erfolgreich zugestellt. Insbesondere die kleinen Geschäfte und Gewerbetreibenden seien bei der Belieferung auf Kurier-, Paket- und Expressdienste angewiesen. Geschäfte bis 500 m² seien besonders stark betroffen: Hier haben 85 % eine KEP-Lieferquote von mehr als 50 %. Der Online-Handel hätte zudem ohne den KEP-Markt keine Geschäftsgrundlage.

Die Rahmenbedingungen müssen dringend verbessert werden

Wie der BIEK angibt, zeigt die Studie, dass die Kommunen KEP-Dienstleistungen als Grundversorgung der Stadt ansehen. Es bedürfe jedoch dringend besserer Rahmenbedingungen in der Straßenverkehrsordnung, unter anderem zu Ladezonen. Das betreffe genauso das Thema Elektromobilität: „Nachhaltiges Arbeiten ist für die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik schon immer selbstverständlich. Sie nutzen moderne Flotten und sind offen für alternative Antriebskonzepte“, so Gerster. „Wir brauchen jedoch auch hier stärkere Unterstützung von der kommunalen Politik in Form von geeigneten Rahmenbedingungen.“

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