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Hafenkrane Kranbauer Liebherr auf Rekordkurs

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Exakt 40 Jahre nach dem Verkauf des ersten Hafenmobilkrans steht Liebherr Maritime Cranes bei den jährlichen Hafenmobilkran-Lieferungen und dem Jahresumsatz kurz vor einen neuen Rekord.

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Fünf neue LHM 550 sollen die Schüttgutkapazität von Bothra Shipping Services stark steigern.
Fünf neue LHM 550 sollen die Schüttgutkapazität von Bothra Shipping Services stark steigern.
(Bild: Liebherr)

Obwohl zum jetzigen Zeitpunkt noch keine finalen Zahlen feststehen, deutet dem Unternehmen zufolge alles darauf hin, dass 2014 der Auslieferungsrekord von 2008 - als 102 Krane weltweit verschifft wurden - gebrochen wird. Insbesondere der Mai stach 2014 hervor, so Liebherr. Allein in diesem Monat erhielt das Unternehmen 20 neue Aufträge im Wert von mehr als 60 Mio. Euro. „Liebherr konnte die Anzahl der Hafenmobilkran-Lieferungen signifikant steigern, obwohl die Weltwirtschaft derzeit nur moderat wächst. In diesem Jahr erwarten wir einen Marktanteil im Bereich von 70 %, was auch unsere marktführende Position unterstreicht. Unsere Kunden schätzen die Qualität unserer Produkte und unsere Ambitionen, die Produktivität durch Innovationen stetig zu steigern. Der ausgewogene Mix aus Folgeaufträgen und neuen Aufträgen bestätigt sowohl die starke Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte als auch die hohe Zufriedenheit bestehender Kunden“, sagt Matthias Mungenast, Verkaufsleiter Liebherr Hafenmobilkrane.

Mehr als 1200 Krane in nahezu 100 Länder geliefert

Als Liebherr 1974 in den Markt eintrat, war die Nachfrage nach Hafenmobilkranen noch gering. Nach 20 Jahren moderater aber konstanter Geschäftsentwicklung lieferte Liebherr den 100. Hafenmobilkran im Jahr 1994. Dieses Jahr steht dem Unternehmen zufolge gleichzeitig auch für eine Trendwende, denn die jährliche Lieferzahl war zum ersten Mal zweistellig. 2012 erreichte Liebherr mit der Installation des 1000. Hafenmobilkranes für Montoir Bulk Terminal in Frankreich einen wichtigen Meilenstein. Bis heute hat das Unternehmen bereits mehr als 1200 Krane in nahezu 100 Länder auf der ganzen Welt geliefert.

Weltweit steigende Nachfrage

Während der Verkauf der ersten 500 Hafenmobilkrane 31 Jahre dauerte, wurden die nächsten 500 in weniger als sieben Jahren geliefert, was auch die weltweit steigende Nachfrage nach flexiblen Umschlagslösungen verdeutlicht. Europa ist traditionell die stärkste Region. In Deutschland startete vor Kurzem der stärkste am Markt erhältliche Hafenmobilkran seinen Betrieb für Wallmann & Co. Der LHM 600 ist bereits der vierte Liebherr Hafenmobilkran für das deutsche Unternehmen. Insgesamt haben Kunden in dreizehn europäischen Ländern in neue LHMs investiert.

Wachstumsmarkt Afrika

Das kontinuierliche Wirtschaftswachstum in vielen afrikanischen Ländern führt auch zu einer wachsenden Nachfrage nach Hafenequipment. Im Mai hat Liebherr bereits einen Großauftrag aus Algerien verkündet. Eine algerische Einkaufsgenossenschaft stattete sieben Häfen in Algerien mit insgesamt 20 Hafenmobilkranen aus Nenzing aus. Dank diesem Großauftrag hat sich die Zahl der LHMs in Algerien fast verdoppelt und stieg auf 43. Weitere Krane wurden in Afrika unter anderem nach Angola, Nigeria und Senegal geliefert. Kunden aus Nord- und Lateinamerika haben ebenfalls stark in Hafenmobilkrane investiert. Positive Signale kommen dem Unternehmen zufolge speziell aus Lateinamerika, wo Liebherr mehr als 50 Auftragseingänge in nur vier Jahren verzeichnen konnte. Callao S.A. in Peru hat zwei LHM 550 erhalten, welche die Container- und Schüttgutkapazität im Hafen stark erhöhen. Dort sind bereits seit 2012 zwei LHM 550 im Einsatz. Alle vier Krane sind mit Liebherrs Hybridantrieb Pactronic ausgestattet.

Große Nachfrage aus Asien und Ozeanien

Die Anzahl der Lieferungen nach Asien und Ozeanien war höher als von Liebherr am Jahresanfang erwartet. Bothra Shipping Services in Indien hat fünf LHMs im Einsatz und entschied sich, die Hafenmobilkranflotte mit fünf weiteren Geräten zu verdoppeln. Zwei LHM 550 werden noch 2014 in Betrieb gehen, drei weitere LHM 550 im kommenden Jahr. Zusätzliche LHMs wurden nach Australien, Neuseeland und Südkorea geliefert.

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