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Bevor die eVMI-Lösung starten konnte, mussten bei SES die Daten der Silos und Tanks sowie die spezifischen Chemikaliengewichte erhoben werden. Danach legten Kunde SES und die unterschiedlichen Lieferanten gemeinsam die Bestandsgrenzwerte fest, bei denen automatisch erinnert und Nachschub ausgelöst wird. Die Daten wurden grafisch in übersichtliche Tabellen umgesetzt, alle Lieferanten umfassend informiert und geschützte Zugänge zum VMI-System für die Chemikalienmeister in Eilenburg, für Einkäufer und Fakturierung sowie für die Lieferanten eingerichtet. Selbstverständlich absolvierten alle Beteiligten eine umfassende Schulung direkt am Orbit-System.
Im Praxisbetrieb haben sich in den letzten Monaten neben der besseren Transparenz auch direkte Logistikeffekte gezeigt: mal werden die Tanks als Kapazitätspuffer genutzt, mal werden zwei Lieferungen im Rundlauf direkt hintereinander organisiert. In einem anderen Fall konnte beispielsweise die Auslastung des Tankzuges besser an das knappe Tankvolumen angepasst werden. „Aber auch atypische, größere Verbräuche sind so dem Lieferanten online bekannt, und es konnte immer rechtzeitig eine Befüllung gewährleistet werden“, resümiert der SES-Einkaufschef Sven Heinze.
Im Laufe des Jahres verhandelt der Einkauf von StoraEnso Sachsen in Eilenburg mit weiteren Lieferanten, die künftig auf das VMI-System aufgeschaltet werden sollen. „Vor allem im Stückgutbereich schlummern noch viele Reserven“, ist sich der Einkaufsleiter sicher. „Denn letztendlich ist nur eine Komplettlösung energie- und ressourceneffizient und damit umfassend nachhaltig.“
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