RFID

RFID bringt Container und Behälter ans richtige Ziel

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Wolfgang Scheller freut sich, denn die alten Magnetschreiblesegeräte waren um ein Vielfaches größer und konnten nur einen Bruchteil an Informationen aufnehmen. Außerdem mussten die Informationen früher manuell eingegeben werden. „Ein Vorgang mit naturgemäß hoher Fehlerrate“, so Scheller. Er sieht aber noch einen weiteren riesigen Vorteil: „Dank RFID ist es nun möglich, alle Container auf der gesamten Anlage lückenlos zu verfolgen.“

RFID-Tags müssen bis zu 130 °C aushalten

Wegen der Hygiene-Anforderungen an die Container müssen diese nach jeder Fahrt durch die Waschstraße. Dabei müssen sie Temperaturen von mehr als 90 °C und in der anschließenden Trockenzone sogar 130 °C aushalten.

Mit RFID sorgt man also für deutlich mehr Effizienz im Asset Management. Weil alle relevanten Informationen durchgängig verfügbar sind, lässt sich die Prozesskette perfekt steuern und gezielt optimieren – hinsichtlich Umlaufzeiten, Qualität, Quantität sowie der damit verbundenen Kosten.

Zudem werden Prozesse durch die Verbindung von Informationsfluss und physikalischem Materialfluss transparenter, was dazu beiträgt, die Leistung zu steigern und Kosten zu senken. Weitere Vorteile sind reduzierte Fehlerquoten, das Vermeiden von Schwund sowie optimierte Wartungsprozesse für sämtliche Assets – mobile wie stationäre.

RFID kann Effizienz der Prozesse deutlich erhöhen

Dr. Gerd Wolfram, Geschäftsführer der MGI Metro Group Information Technology GmbH, sagt, dass es gerade beim Handling vieler Produkte auf effiziente Prozesse ankomme – bei der Metro Group gehe es um 1,2 Mio. Artikel in 31 Ländern. Deshalb sei es für ihn besonders wichtig zu wissen, wo sich das jeweilige Produkt gerade befindet: „Wir wollen eine durchsichtige Supply Chain.“

Deshalb nutze man RFID zur Paletten-Prüfung und könne feststellen, ob alles angekommen oder etwas falsch geliefert worden sei. Dabei könnten Container mit aktiven Transpondern noch mehr Transparenz bringen, dann könne man auch die Tiefkühllager-Prozesskette genau verfolgen und feststellen, ob die Temperatur eingehalten oder wo sie überschritten worden sei.

RFID robust gegenüber verschiedenen Beanspruchungen

RFID ermöglicht es also, Assets automatisch zu identifizieren, außerdem ist die Technik robust gegenüber verschiedensten Beanspruchungen. EPCglobal vergibt zudem weltweit eindeutige Identifikationsnummern für alle Arten von Gütern. Werden alle Assets mit einem EPCglobal-Tag versehen und an geeigneten Stellen RFID-Lesegeräte aufgestellt, lassen sich die Assets über die gesamte Lieferkette automatisch verfolgen.

Ein weiteres Problem, das laut Harald Goldenits, System Architect des Bereichs IT Solutions Services der Siemens AG Österreich in Wien, bei vermieteten Transporteinheiten auftaucht, lasse sich damit lösen: Denn oftmals werden teure Transporteinheiten gegen billige Imitate aus Fernost ausgetauscht. Rein optisch sind sie den Originalen oft täuschend ähnlich. Doch die Qualität lasse zu wünschen übrig.

Um zu verhindern, dass dem Vermieter dabei Schaden entsteht, werden an unsichtbarer Stelle RFID-Tags angebracht. So könne bereits während des Abladevorgangs festgestellt werden, ob darunter eine Fälschung sei.

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