Kommissioniersysteme Weltweit riesiges Potenzial

Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Seit 38 Jahren plant und realisiert die Witron Logistik + Informatik GmbH in Parkstein Logistiksysteme. Bodenständigkeit als Grundlage für Glaubwürdigkeit und Engagement spielt eine große Rolle in der Philosophie von Firmengründer Walter Winkler. Wir haben ihn zu unternehmerischen Entscheidungen, arbeitsmarktpolitischen Randbedingungen und Zukunftsprojekten befragt.

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Herr Winkler, warum haben Sie sich dazu entschlossen, eigene Fördertechnik-Komponenten zu entwickeln, anstatt wie bisher zuzukaufen?

Winkler: Die Notwendigkeit bestand darin, dass wir mit unseren hochdynamischen Anlagen mit einer Betriebsdauer von 24 Stunden an 7 Tagen eine absolut hochverfügbare und zudem eine Lebensdauer-orientierte Fördertechnik haben. Das war für mich der entscheidende Punkt. Man kann solche Anlagen nicht auf den Markt bringen, wenn sie nicht diese Eigenschaften besitzen. Wir haben erkannt, dass wir da noch vieles verbessern können, und das haben wir jetzt in die Tat umgesetzt.

Immer mehr realisierte Anlagen bringen einen ständig steigenden Service-Aufwand für Ihr Unternehmen mit sich. Welche Rolle spielt der Service insgesamt bei Witron?

Winkler: Service spielt bei uns eine sehr wichtige Rolle. Weil wir die Anlagen selbst servicen, bekommen wir die direkte Rückkopplung: Was müssen wir besser machen? Wenn man mit den Mitarbeitern an der Anlage ist, kann man immer besser werden — das ist immer mein Ziel gewesen. Solche hochverfügbaren Anlagen muss man auch entsprechend danach konzipieren und gestalten. Unser Anteil am Service wird immer mehr steigen — das macht auch den Erfolg der Anlagen aus — das ist das Allerwichtigste. Man muss die Probleme selbst sehen, dann wird bei uns zuhause natürlich auch ein entsprechender Druck aufgebaut, dass die Mitarbeiter etwas tun.

Ein anderes Thema: Welche Auswirkungen erwarten Sie von der aktuellen Krisensituation auf Ihr Unternehmen? Trifft die Rezession auch die Anbieter von Logistik-Technik? Oder profitieren Sie gar davon?

Winkler: Ich will es so formulieren: Es gibt eine ganze Reihe von Kunden, die sagen, dass sie bisher null mitbekommen haben, das will schon etwas heißen. Retail ist ja das, was der Mensch täglich braucht, und er wird da als Letztes zu sparen anfangen ...

Also kommt die Krise für die Logistik-Branche eher zeitversetzt?

Winkler: Dann muss es schon ganz schlimm werden, nicht bloß zeitversetzt. Ein wichtiges Thema ist natürlich: Bevor die Leute am eigenen Essen sparen, gehen sie weniger ins Restaurant. Erst wird einmal dort gespart. Das sieht man jetzt beispielsweise in Amerika, da gibt es ganz klare Erhebungen. Die ganz Teueren werden es spüren, die ganz Billigen werden es nicht spüren, und diejenigen, die ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis haben, profitieren am meisten.

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