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Künstliche Intelligenz Wie ein Mittelständler KI einsetzt

| Autor / Redakteur: Christina Klein / Gary Huck

Künstliche Intelligenz (KI) bringt Veränderung, auch in mittelständischen Unternehmen. Wie Mittelständler mithilfe von KI ihr Unternehmen effizienter machen, zeigt das Beispiel des Bekleidungsunternehmens Hakro. Hier ändern sich nicht nur die Prozesse, sondern auch die Tätigkeiten der Mitarbeiter.

(Bild: Christina Klein )

Schrozberg, eine Kleinstadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Hier hat vor 50 Jahren das Bekleidungsunternehmen Hakro Wurzeln geschlagen. Damals gegründet von Harry Kroll und seiner Ehefrau Marianne, startete das Familienunternehmen mit Berufs- und Sportkleidung. Seit 1999 hat Tochter Carmen Kroll das Zepter in der Hand. Corporate Fashion, das Steckenpferd von Hakro, verkauft sich mittlerweile weltweit.

Doch mit dem Wachstum des Unternehmens kommen auch neue Herausforderungen. Man muss mit dem Geist der Zeit gehen und sich weiter ausbauen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dass auch Hakro nicht an der Digitalisierung vorbeikommt, haben die Geschäftsführer Carmen Kroll und Thomas Müller längst erkannt. Seit Oktober 2018 ist Carlos Perry, Teamleiter für Technik und Digitalisierung, dafür zuständig, das Unternehmen für die Zukunft zu wappnen.

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Im Vordergrund steht hierbei die stetige Verfügbarkeit der Ware im Lager. Wie man das erreichen kann? Zum Beispiel mit Künstlicher Intelligenz. Sie sorgt dafür, dass alle Produkte rund um die Uhr am richtigen Lagerplatz vorgefunden werden, wenn sie benötigt werden. „Bei dem heutigen Stand der Technik ist das keine Kunst mehr, man muss es nur umsetzen“, erklärt der Digitalisierungsexperte. „Die wirkliche Herausforderung dabei ist die Integration und die Aggregation der Daten.“ Denn das Erheben und Erfassen der Daten sämtlicher Produkte und Lagerstandorte gestalte sich komplex, wenn man dafür keinen großen Overhead bauen möchte. 80 % der Zeit werden bei Hakro für die Datenerhebung und –erfassung beansprucht, um die Logistik einwandfrei steuern zu können.

Probleme erkennen, bevor sie auftreten

Hinzu kommt, dass Hakro über verschiedene Gebäude verfügt, die alle integriert werden sollen. Dieser Prozess soll durch Predictive Maintenance, zu Deutsch: vorausschauende Wartung, in die Tat umgesetzt werden. Das bedeutet, dass durch intelligente Systeme Störungen oder Probleme bereits erkannt werden können, bevor sie überhaupt auftreten. Solch ein intelligentes System kann enorme Kosten einsparen, weil größere Schäden an beispielsweise einer Maschine schon vorab erkannt und verhindert werden können. Zudem steigere es die Effizienz des Unternehmens.

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