Veranstaltung

Zukunftspotenziale für die Intralogistik

| Redakteur: Gary Huck

Bei der Veranstaltung von IO-Consultants wurden die Themen Digitalisierung und Automatisierung in den Fokus gerückt.
Bei der Veranstaltung von IO-Consultants wurden die Themen Digitalisierung und Automatisierung in den Fokus gerückt. (Bild: Sebastian Weindel)

Am 26. September 2019 veranstaltete IO-Consultants in Heidelberg eine Vortragsreihe zum Thema „Disruptive Veränderungen in der Logistik“, im Fokus standen Automatisierung und Digitalisierung.

Die Leitung der Veranstaltung hatte Prof. Dr. Karl-Heinz Wehking inne. In seinem Vorwort widmete er sich der Theorie der Disruptiven Technologien des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Clayton M. Christensen. Sie besagt, dass disruptiven Technologien vorhandene Märkte, Produkte und Dienstleistungen komplett oder teilweise verdrängen. Mit sprunghaften Innovationen, kürzeren Produktionszyklen und Agilität betreffe das auch die Logistik. Wehking führte weiter aus, dass gerade Start-ups in diese Richtung interessante Lösungskonzepte bieten könnten und Automatisierung sowie Digitalisierung elementare Bestandteile eines Geschäftsmodells sein sollten.

In Vernetzung stecke noch viel Potenzial

Jörg Becker, Geschäftsführer von Würth-Logistik, und Thomas Scherner, Bereichsleiter bei Adolf Würth, referierten über Automatisierungspotenziale in der Intralogistik. In der Vernetzung von Robotik, autonomem Fahren und Verpackung stecke noch viel Potenzial. Vieles in diesen Bereichen befindet sich noch in der Forschung. Durch automatisierte Verpackungsproduktionen und Konfektionierungen könne in Zukunft eine Time-to-Market-Optimierung erreicht werden.

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Maximilian Molkenthin, Senior Head of Logistics bei Puma, widmete seinen Vortrag dem neuen Omni-Channel-Dstributionszentrum des Kleidungsherstellers. Mit „Forever Faster“, einer Supply-Chain-Strategie, versuche Puma schneller auf Kundenanforderungen zu reagieren. Das Omni-Channel-Modell wäre gewählt worden, weil es ein erhöhtes Servicelevel, Flexibilität und Performance für die Intralogistik biete. Laut Molkenthin braucht es für das zukünftige Geschäft im B2B- und B2C-Bereich Flexibilität, Skalierbarkeit und Modernität.

Beim Kundenservice müsse Wert auf Transparenz gelegt werden

Wie sich das Online- und Offline-Geschäft im B2C-Bereich entwickeln könnte machte Dr. Jan Schneider, Head of Logistics Operations bei Tchibo, zum Thema seines Vortrags. Dabei würden Emissionen und Transparenz eine vorrangige Rolle spielen. Die Emissionsreduktion würde in Zukunft nicht nur die Mobilität sondern auch andere Bereiche der Logistik betreffen. Beim Kundenservice müsse Wert auf Transparenz gelegt werden. Der Kunde sollte bei der Auftragsplatzierung über Warenbestand und Lieferdaten informiert werden. Langfristig hätten Unternehmen, die digitaler Transformation und Change Management einen hohen Stellenwert einräumen, am Markt einen Vorteil.

Auf die Details kommt es an: Der digitale Weg zur Intralogistik 4.0

Intralogistik 4.0: Sensorik und Datennetze

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Das MM LOGISTIK-Dossier „Intralogistik 4.0“ beschäftigt sich mit den Details, auf die es bei der Digitalisierung zu achten gilt. Nicht immer kann der Fokus auf den großen Anlagen liegen, denn auch Sensoren und IT-Lösungen spielen eine wichtige Rolle auf dem digitalen Weg zur Intralogistik 4.0. weiter...

Zum Abschluss der Verabstaltung referierte Prof. Dr. Kai Furmans vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) über disruptive Veränderungen in der Logistik durch Künstliche Intelligenz. Dabei stünde heutzutage Lernen im Vordergrund und nicht mehr Programmieren. Um KI richtig umzusetzen wären umfangreiche Datensätze von Nöten und „Deep Learning“ sowie die Optimierung neuronaler Netzwerke sollten forciert werden. Das Schlusswort gebührte dann Thomas Kilimann, Geschäftsführer und Partner von IO-Consultants. „Man braucht Mut , Dinge auszuprobieren, aber man muss auch einfach mal anfangen, etwas auszuprobieren, denn ein Lernprozess wird auch durch Fehler initiiert.“

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