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Studie Zusammenarbeit für mehr Effizienz in der Lieferkette

| Redakteur: Simone Käfer

Hermes hat nach der Zusammenarbeit in Sachen Supply Chain gefragt. 200 Entscheider aus deutschen Logistikunternehmen haben geantwortet.

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Das Hermes-Barometer zum Thema „Kollaboration in der Supply Chain“ spricht der Blockchain-Technik hohes Veränderungspotenzial zu.
Das Hermes-Barometer zum Thema „Kollaboration in der Supply Chain“ spricht der Blockchain-Technik hohes Veränderungspotenzial zu.
(Bild: Hermes)

Drei Viertel der deutschen Unternehmen sind der Meinung, dass eine Effizienzsteigerung innerhalb der Lieferkette künftig nur noch durch die Kooperation mit Kunden und Lieferanten möglich ist, berichtete Hermes. Der Blockchain-Technik werde in diesem Zusammenhang ein großes Potenzial zugeschrieben. Laut Hermes-Barometer zum Thema „Kollaboration in der Supply Chain“ sind mehr als ein Drittel der 200 befragten Logistikentscheider der Meinung, dass die Blockchain-Technik das Potenzial besitzt, gewaltige Veränderungen in der Logistik herbeizuführen, die über den „normalen“ Digitalisierungsprozess deutlich hinausgehen. In größeren Unternehmen, das heißt mit mehr als 250 Mitarbeitern, stimmt sogar jeder Zweite dieser Aussage zu.

Blockchain-Technik für mehr Sicherheit

Mehr als die Hälfte der Befragten aus größeren Unternehmen glaubt, dass die Technik für die Erhöhung der Datensicherheit im Kooperationsprozess eine gesteigerte Bedeutung hat. Auch jeder dritte Logistikentscheider aus kleineren Unternehmen stimmt dieser Aussage zu. Dennoch haben sich in der Summe erst 21 % aller Umfrageteilnehmer über die Technik informiert und sind mit der Funktionsweise vertraut. Dabei haben größere Unternehmen einen höheren Wissensstand: Hier sind es 42 % der befragten Entscheider.

Cyber-physischen Systemen und ERP wird großer Bedeutung zugemessen

Neben der Blockchain (35 %) sind auch weitere Techniken von Bedeutung, wenn es um die verbesserte Zusammenarbeit mit den Partnern innerhalb der Supply Chain geht. Für wichtig werden cyber-physische Systeme (CPS; 56 %), gefolgt von Enterprise-Resource-Planning-Systemen (ERP; 46 %) und Sensorik zur Überwachung und Datenerfassung (wie RFID; 44 %) erachtet. Den Nutzwert von Big Data zur Verbesserung des Forecastings konnten bisher lediglich ein Drittel (33 %) der befragten Logistikentscheider für sich identifizieren.

Haupthemmnisse: Kommunikation und Kosten

Auch wenn sich die breite Mehrheit bewusst ist, dass die Kooperation mit Kunden und Lieferanten der Schlüssel zur Effizienzsteigerung ist, gibt es zahlreiche Hemmnisse auf dem Weg. Besonders erschwert wird die Zusammenarbeit durch Kommunikationsprobleme zwischen den Parteien (56 %), gefolgt von dem Zeit- und Kostenaufwand zur Implementierung notwendiger Techniken (51 %) sowie fehlenden personellen Ressourcen (46 %). Auch klagen 42 % der Befragten über eine mangelnde Bereitschaft zur Optimierung der Zusammenarbeit. Bei Unternehmen ab 250 Mitarbeitern sind es sogar 61 % der Logistikentscheider. „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Lieferkettenpartnern ist selbstverständlich das A und O. Vertrauensfördernde Maßnahmen wie klare Regelwerke und Verträge können die Bereitschaft zur Kooperation fördern“, rät Jan Bierewirtz, CCO von Hermes International und Division Manager Commercial bei Hermes International, einem Geschäftsbereich der Hermes Germany.

Internes Know-how und Expertenwissen nutzen

Sieben von zehn Unternehmen sind grundsätzlich der Meinung, dass sie über das nötige Know-how verfügen, um die Zusammenarbeit mit ihren Partnern zu optimieren und ihre Logistikprozesse selbst zu planen und umzusetzen. Gleichzeitig sagen jedoch ebenfalls sieben von zehn Unternehmen, dass sie bei der Digitalisierung ihrer Supply Chain die Unterstützung ihrer Logistikdienstleister in Anspruch nehmen werden. „Für die Optimierung der Prozesse ist es wichtig, dass Unternehmen sich ihrer Kernkompetenzen bewusst sind und vorhandene Wissenslücken durch kompetente Fachleute füllen“, resümiert Bierewirtz.

(ID:45682011)