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So zählen die Flughafeninfrastruktur sowie unterschiedliche Größen und Ausstattungen der jeweiligen Flugzeugtypen zu den zu beachtenden Faktoren für die Spezifikation. So kann der Flugzeugschlepper des Typs AST-2R mit 200 PS Flugzeuge bis zu 300 t MTOW bewegen, zum Beispiel die Boeings 737 und 777 oder die Airbusse A 320 und A 340.
Laut Globe Ground Berlin wurden im Jahr 2008 in Tegel und Schönefeld insgesamt rund 90 000 Pushbacks sowie Werft- und Positionierungsschlepps durchgeführt.
Fraport setzt bei der Konfiguration und Ausstattung seiner Schlepper auf einen Mix aus Standards und anwenderspezifischen Sonderanfertigungen, führt Boris Weber aus. So fordert Fraport auf Basis einer Spezifikation ein Angebot an und klärt dann mit dem Hersteller ab, wo es Abweichungen gibt und wo eventuell noch Umkonstruktionen möglich sind. Zum Schluss erfolgen Feinabstimmungen und die technische Abnahme. Bei neuen Geräten wird erst eine Prototypen-Abnahme durchgeführt und besprochen, wo und was geändert werden soll.
Bei der Flughafen Düsseldorf Ground Handling GmbH ist das Procedere ein ähnliches. Wie Chief Operating Officer Michael Heimann mitteilt, handelt es sich bei den Abfertigungsgeräten und Fahrzeugen überwiegend um spezielle Gerätschaften, die von darauf spezialisierten Herstellern konstruiert und gefertigt werden. Zudem werden aus ökologischen Gründen Elektro-Fahrzeuge favorisiert.
Hubbühnenfahrzeuge sind wichtige Rolle beim Ground-Handling
Eine weitere zentrale Rolle für das Ground-Handling spielen die Hubbühnenfahrzeuge, die in drei Kategorien unterteilt werden, wie Experte Weber erläutert: Fraport hat derzeit 80 Lower-Deck-Loader im Einsatz, mit denen das untere Frachtdeck von Passagiermaschinen beladen wird. Jeweils 5,7 m Hubhöhe haben die 22 Main-Deck-Loader, mit denen ausschließlich die Cargo-Flugzeuge beladen werden. Für die Container-Verladung in den unteren Laderaum und bei kleineren Flugzeugtypen wie dem A 320 werden Container-Loader eingesetzt, von denen Fraport derzeit 30 in Betrieb hat.
Der Flughafen Düsseldorf verfügt über zwölf Hubbühnen mit 3,5 t Tragkraft, 17 mit 7 t sowie zwei mit 30 t. Des Weiteren gehören Förderbandwagen zum Gerätepark der Fraport. Derzeit sind rund 90 dieser Wagen mit unterschiedlichen Längen im Betrieb, um bei kleineren Flugzeugtypen auf dem Vorfeld die Be- und Entladevorgänge für das Gepäck zu unterstützen. In Düsseldorf sind 50 Förderbänder und acht Gepäckförderwagen einsatzbereit.
Natürlich müssen auch die Passagiere in ihre Flugzeuge kommen. Hierzu dienen – wenn die Flugzeuge nicht an fest installierten Fluggastbrücken andocken können – die Fluggasttreppen, die auf Sonder- oder direkt auf Lkw-Fahrgestellen installiert sind. Fraport hat Fluggasttreppen für jeden Flugzeugtyp, vom Airbus A 320 und A 321 bis hin zum A 380 oder zur Boeing 747. Derzeit sind rund 90 selbstfahrende Treppen und an die 130 gezogene und von der Bauart her kleinere Passagiertreppen im Einsatz. In Düsseldorf stehen 60 Schlepptreppen und 20 selbstfahrende Treppen zur Verfügung.
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