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Echtzeit-Datenübermittlung Real-Time-Transparenz im Zeitalter von Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Martin Wehner / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Das Thema Digitalisierung und die damit verbundene Industrie 4.0 ist in aller Munde und gerade für Logistikdienstleister eine der größten Herausforderungen der Zeit. Durch immer weiter sinkende Bestände in Produktionsnähe steigen die Anforderungen der Kunden beispielsweise nach der Übermittlung von Echtzeitdaten rasant.

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Für Seefrachten hat Hellmann eine eigene Lösung entwickelt, um das „Informationsloch“ auf den Weltmeeren zu stopfen.
Für Seefrachten hat Hellmann eine eigene Lösung entwickelt, um das „Informationsloch“ auf den Weltmeeren zu stopfen.
(Bild: Hellmann Worldwide Logistics)

Dies bedeutet nicht nur für den weltweit tätigen Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics eine stetige Weiterentwicklung der eingesetzten Technik, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und sich zukunftsweisend aufzustellen. Ziel ist es, den Industriepartnern verlässliche Angaben für die Produktionsplanung zu übermitteln – und das kontinuierlich und möglichst lückenlos. Dies stellt insbesondere im interkontinentalen Schiffsverkehr eine besondere Herausforderung dar, da die Ozeane nach wie vor ein „großes schwarzes Datenloch“ darstellen, wenn es um den Einsatz von Ortungsgeräten geht. Dennoch wachsen die Anforderungen der Industrie nach sofortigen Informationen bei Abweichungen vom Plan, um direkt gegensteuern zu können.

Genaue Daten sind entscheidend

Heute werden diese Gegenmaßnahmen noch von Menschen gesteuert. Zukünftig – im Zeitalter der Industrie 4.0 – werden diese Entscheidungen von untereinander vernetzten Maschinen getroffen, sodass der Datengenauigkeit eine immer größere Bedeutung zukommt. Denn solche automatisierten Entscheidungen sind nur auf Basis absolut akkurater Echtzeitdaten aus unterschiedlichen Quellen möglich.

Beim Transport von Fahrzeugteilen für einen Autobauer in Übersee beispielsweise besteht eine Herausforderung darin, dass in der direkten Umgebung des Werkes kein Supplier-Park existiert. Daher muss eine passgenaue Zulieferung von Fahrzeugteilen aus Übersee gewährleistet werden. Die hoch automatisierte Produktion gerade in der Automobilindustrie lebt bekanntlich von akkuraten Planungs- und Statusdaten. Je größer die Distanzen, die es zurückzulegen gilt, um die Zubehörteile anzuliefern, umso wichtiger wird es, dass die Hersteller frühzeitig über Lieferverzögerungen informiert werden. Denn nur so können sie effizient in ihre Planung eingreifen und diese gegebenenfalls justieren. Mit anderen Worten: Wenn zum Beispiel die Autotüren nicht pünktlich im Werk eintreffen, ist es für den Hersteller dringend erforderlich, dass er frühzeitig darüber informiert wird, um die Prozesse dementsprechend umstellen zu können. So können teure Produktionsverzögerungen vermieden werden.

Eigene Lösung

Wie aber eingangs erwähnt, ist dies gerade bei längeren Überseepassagen nicht ohne Weiteres zu gewährleisten. Daher hat Hellmann eine Lösung für seine Kunden geschaffen, die trotz des „Informationslochs“ der Weltmeere eine möglichst genaue Real-Time-Transparenz ermöglicht: Auf Basis von Schiffspositionen und Daten von Carriern sowie den Terminals und mithilfe der regionalen Control Tower in Indien (Asien), Deutschland (Europa) und Kalifornien (USA) entwickelte Hellmann eine eigene Lösung, die hier zum Einsatz kommt: „Hellmann Smart Ocean“. Darüber hinaus bietet Hellmann mit dem GPS-Tracking-Modul „Smart Visibility“ ein neues innovatives Echtzeit-Tracking an.

Die Tools „Hellmann Smart Ocean“ und „Smart Visibility“ sollen kurz- bis mittelfristig um Wetterdaten ergänzt werden.
Die Tools „Hellmann Smart Ocean“ und „Smart Visibility“ sollen kurz- bis mittelfristig um Wetterdaten ergänzt werden.
(Bild: Hellmann Worldwide Logistics)

Das Briefumschlag-große Gerät wird an die Ladung angeheftet und nach Ankunft am Zielort zur Retoure einfach in den nächsten Briefkasten geworfen. Beide Systeme bieten Schnittstellen ins ERP-System der Kunden oder stellen Daten über eine einheitliche Plattform zur Verfügung.

Wie wird das Wetter?

Diese automatisierten Prozesse tragen direkt zu einer Effizienzsteigerung in der Produktion bei. Kurz- bis mittelfristig sollen die Tools noch um eine weitere Dimension ergänzt werden – nämlich um Wetterdaten. Hierzu werden historische Klima- und Wetterdaten ausgewertet, um mögliche Beeinträchtigungen im Transport frühzeitig vorhersehbar zu machen und damit eine noch genauere Berechnung der Transportzeit zu ermöglichen.

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* Martin Wehner ist Global Vice President, Hellmann Automotive Logistics bei der Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG in 49090 Osnabrück, Tel. (05 41) 6 05-0, martin.wehner@de.hellmann.com

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