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Laut Wolfgang Kurz, Geschäftsführer bei der D. Bader Söhne GmbH & Co. KG (Baka) aus Remshalden, die sich ebenfalls auf die Entwicklung und Konstruktion von Sonderfahrzeugen spezialisiert hat, hängt die Investitionsbereitschaft in erster Linie davon ab, ob die Aufgabenstellung mit einem Serien- oder seriennahen Gerät wirtschaftlich ist und sicher erfüllt werden kann: „Für den Anwender ist es wichtig, ein zertifiziertes Gerät einsetzen zu können. Dies ist bei Umbauten oft mit Schwierigkeiten verbunden. Sonderlösungen, die auf den speziellen Anwendungsfall zugeschnitten sind, bieten neben einer höheren Prozesssicherheit auch eine bessere Effizienz.“
Bestimmte Aufgaben sind nur mit Sonderfahrzeugen zu bewältigen
Auch Heike Oder, verantwortlich für die externe Kommunikation bei Linde Material Handling in Aschaffenburg, berichtet, dass sich die Bereitschaft der Kunden, in Sonderfahrzeuge zu investieren, meist aus den betrieblichen Erfordernissen ergibt: „In vielen Fällen sind kundenspezifische Sonderlösungen notwendig, um bestimmte Materialflussaufgaben überhaupt erledigen zu können. Sonderfahrzeuge sind aber auch Teil individueller betrieblicher Logistiklösungen, um beispielsweise durch größere Flexibilität oder Vernetzung der Geräte die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.“ Ruedi Wenk, Leiter Technik & Entwicklung Flurfördermittel bei der Stöcklin Logistik AG aus Dornach, Schweiz, stellt zudem fest: „Oft wird bei der Produktionsplanung oder Produktentwicklung der Logistikprozess nicht zu Ende gedacht oder das Unternehmen wächst so schnell, dass die Produktions- und Logistikprozesse nicht mehr optimal sind – dann sind Sonderlösungen gefragt.“ Zudem beobachtet er, dass die Nachfrage in konjunkturell schwächeren Jahren häufig höher ist, denn dann suche man im Logistikprozess nach schnellen Einsparmöglichkeiten.
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