Anbieter zum Thema
Ist das Multishuttle Move kostenmäßig im Vergleich zu dem alten System überhaupt darstellbar?
Metz: Natürlich. Entscheidend ist immer der Gegenwert, den Sie für Ihr Geld erhalten. Und mit Blick auf die Gesamtlösung stimmt der.
Ein Aspekt wird nämlich oft unterschätzt: die Stillstandszeiten. Wenn eine klassische Fördertechnik steht, dann kann das sehr teuer werden.
Ein Multishuttle Move dagegen kann bei Ausfall jederzeit durch ein anderes ersetzt werden und die Anlage läuft weiter. Das ist zum Beispiel im Lebensmittelbereich ein Riesenvorteil, wo möglichst spät bestellt und möglichst früh geliefert wird.
ten Hompel: Dazu kommt noch, dass wir die Wege und die Übergabezeiten stark reduziert haben und dadurch mit überraschend wenigen Fahrzeugen eine relativ hohe Förderleistung erreichen. Im Schnitt können Sie mit dem Multishuttle Move etwa acht Sekunden Übergabezeit – also den Weg der Ware vom Regal auf die Fördertechnik und von der Fördertechnik auf die Übergabestation – und 40% Transportweg einsparen.
Und Sie müssen die Ware nicht mehr um die Ecke bringen oder besser: um viele Ecken, wie das bei herkömmlicher Fördertechnik meistens der Fall ist. Die Multi-Shuttle-Move-Fahrzeuge nehmen den direkten Weg vom Lagerplatz im Regal zur Kommissionierstation.
Metz: Wir sehen für die Zukunft einen Riesenvorteil in der Flexibilität des Multishuttle Move. Damit können wir uns erfolgreich von starren Fördertechnik-Infrastrukturen lösen. Fördertechnik muss immer klar dimensioniert werden und wird dann meist auf die Grenzleistung ausgelegt.
Ein Beispiel: Sie betreiben in einem Distributionszentrum am Vormittag den Wareneingang und am Nachmittag den Warenausgang. Die Fördertechnik muss unter anderem auch antriebstechnisch jeweils für die Spitzenzeiten ausgelegt werden.
Dieses Problem entfällt beim Multishuttle Move. Mit diesem System durchbrechen wir die starren Strukturen der klassischen Fördertechnik und ermöglichen unseren Kunden die zielorientierte Investition in eine moderne und hochflexible Fördertechnik, die nur bei Bedarf eingesetzt wird und jederzeit den gerade anfallenden Aufgaben angepasst werden kann.
Wo im Multishuttle Move steckt die größte Innovation?
ten Hompel: Wir haben Intralogistik einfach mal konsequent zu Ende gedacht und gefragt, wie die ideale Fördertechnik aussieht. Die Antwort ist eigentlich einfach: Die ideale Fördertechnik geht auf geradem, also auf dem kürzesten Weg zum Ziel.
Für das Multishuttle Move brauchen wir nur eine weitgehend leere Fläche, auf der sich die Fahrzeuge frei bewegen und auf der sie sich, Personen oder Staplern ausweichen können. Die Technik dahinter ist Kinderkaffee, die setzen wir schon seit vielen Jahren ein.
(ID:24873060)