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Interview Der autonome Kran ist der nächste Schritt

Industrie 4.0 wird die Art und Weise, wie die Kunden von Terex Material Handling (Demag) arbeiten und produzieren, von Grund auf verändern. Wie reagiert man darauf? Wir haben Susanna Schneeberger, seit rund einem Jahr an der Spitze von Terex Material Handling, nach neuen Entwicklungen und ihrer Strategie zum „Internet of Things“ befragt.

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Susanna Schneeberger motiviert es nicht nur bei der täglichen Arbeit, Dinge zu bewegen und zu gestalten.
Susanna Schneeberger motiviert es nicht nur bei der täglichen Arbeit, Dinge zu bewegen und zu gestalten.
(Bild: Terex)

Frau Schneeberger, was hat Sie dazu bewogen, von der IT-Branche in den doch eher konservativen Maschinenbau zu wechseln?

Zum einen halte ich den Maschinenbau nicht für konservativ. Im Gegenteil: Die Marke Demag hat bereits gezeigt, dass sie mit der Zeit geht und innovative Lösungen für viele verschiedene Branchen entwickelt. Das ist es auch, was mich am Maschinenbau begeistert und was ich weiter vorantreiben möchte. Dabei helfen mir meine Erfahrungen aus der IT-Branche, denn das ist in beiden Branchen gleich: Fokussierung auf den Kunden. Projekte müssen immer bei den Bedürfnissen der Kunden ansetzen und dann schnell eine Antwort darauf finden. Und wie das geht, das weiß die IT-Branche. Ein weiterer ganz spannender Aspekt ist natürlich auch die digitale Revolution, die die Industrie gerade durchläuft, wo IT und die produzierenden Gewerbe sich vereinen.

Nach beinahe einem Jahr bei Terex Material Handling (Demag): Wie beurteilen Sie die Innovationskraft Ihres Unternehmens?

Demag ist eine starke Marke, die für eine hohe Innovationskraft in allen Produkt- und Servicebereichen steht, aber auch für zuverlässige und sichere Lösungen. In den vergangenen beiden Jahren haben wir viele neue Entwicklungen auf den Markt gebracht, die diese drei Stärken betonen. Zum Beispiel den Demag-V-Profilkran, den es seit Herbst 2015 auch als Zweiträgervariante gibt. Und den modularen Seilzug DMR. Mit der neuen Funksteuerung DRC D3 erfüllen wir hohe Standards bei Sicherheit und Bedienkomfort. Und mit „StatusControl“ machen wir den Kran transparent und noch effizienter für den Nutzer. Diese innovativen Produkte am Markt einzuführen, war eine große Herausforderung – die wir gut gemeistert haben. Sie merken schon, mein erstes Jahr hier war sehr spannend.

Mit dem V-Profilkran ist Ihnen ja ein „großer Wurf“ gelungen. Darf man auf ähnliche Überraschungen im Bereich Services oder IT gespannt sein?

Unser Anspruch ist es immer, sowohl Produkte als auch Service in Premiumqualität zu liefern. Aus einer Hand. Deswegen arbeiten wir stetig daran, beides zu verbessern. Und möchten als Innovationsführer auch mit neuen Service- und IT-Produkten die Ansprüche unserer Kunden noch besser treffen. Etwa mit dem Ferndiagnose-System Demag „StatusControl“. Und der Demag Service Platform. Diese hilft dabei, auch komplexe Maschinenparks einfach, sicher und effizient zu managen. Die webbasierte Anwendung bündelt alle Informationen zu Anlagen, Services und Ereignissen. Und zwar herstellerneutral.

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