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Warenwirtschaft Halbteilemanagement visualisiert die wirklichen Warenstandorte

| Autor / Redakteur: Klaus Gebauer / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Komplexe Produktionsabläufe erschweren die Lagerhaltung. Immer mehr Einzelteile, immer ausgefeiltere Bearbeitungsschritte gilt es zu berücksichtigen. Neue Dokumentationstechnik ermöglicht für jeden Bearbeitungsschritt ein detailliertes Halbteilemanagement und damit eine automatisierte Fertigungsverfolgung.

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Bild 1: Eine immer komplexere Produktion stellt die Warenwirtschaft zunehmend vor Probleme. Welcher Lagerplatz ist wirklich frei? Welcher wird gebraucht? Welche Teile sind schon verbaut?
Bild 1: Eine immer komplexere Produktion stellt die Warenwirtschaft zunehmend vor Probleme. Welcher Lagerplatz ist wirklich frei? Welcher wird gebraucht? Welche Teile sind schon verbaut?
(Bild: Paul-Georg Meister, pixelio.de)

In fast allen Industriebereichen wächst der Aufwand in der Produktion stetig. Während die Fertigung dank neuer Techniken damit Schritt halten kann, wird die Komplexität in der Warenwirtschaft jedoch zunehmend zur Belastung (Bild 1). Für Disponenten und Vertriebler ist es schwierig, festzustellen, mit wie vielen Endprodukten wann zu rechnen ist, ob Lagerplätze frei oder belegt sind und welche Einzelteile tatsächlich noch zur Verfügung stehen.

EDV weiß jetzt jederzeit, was wirklich im Lager ist

Um diesem Problem zu begegnen, haben die Warenwirtschaftsexperten der Wühler & Gebauer EDV Consulting GmbH für ihre ERP-Software ein eigenes Halbteilemanagement entwickelt: Durch die genaue Kennzeichnung des aktuellen Fertigungszustands können Warenstandort und Wertschöpfung jederzeit direkt angezeigt werden.

Bildergalerie

Im Lagermanagement herrschen derzeit zwei Strategien vor: Entweder werden alle Einzel- beziehungsweise Rohteile bei Produktionsbeginn ausgebucht. In diesem Fall kann man nur noch anhand der offenen Fertigungsaufträge ausrechnen, welche Waren gerade im Werk kursieren. Oder die Komponenten bleiben im Zustand „nicht ausgegeben“, bis das Endprodukt fertiggestellt ist. Bei dieser retrograden Abbuchung allerdings erscheint das Komponentenlager als gefüllt, obwohl durchaus noch Platz vorhanden wäre – angesichts des engen Kostenrahmens vieler Firmen eine Verschwendung von Kapazitäten. In beiden Fällen gibt es eine Phase, in der die EDV nicht weiß, was sich wirklich im Lager befindet.

Verschärft wird diese Situation noch zusätzlich, wenn Waren zur Bearbeitung außer Haus gegeben werden oder bei einer Unterbrechung des Produktionsprozesses eingelagert werden sollen. Dann mit dem richtigen Werkstück in einem bestimmten Fertigungszustand an der richtigen Stelle fortzufahren, überfordert ein herkömmliches ERP-System. Ein virtuelles Lager mit improvisierten Kennzeichnungen kann hier höchstens als Behelfslösung fungieren.

Jeweiliger Fertigungszustand ist fest mit der Artikelnummer verbunden

Die neue Software „W&G Effective Company“ setzt daher für das Halbteilemanagement von vornherein auf fest mit der Artikelnummer verbundene Fertigungszustände. Der Anwender legt dazu für jeden Produktionsschritt – unabhängig davon, ob es sich um Bearbeitungsprozesse oder Montage handelt – eine beliebige Codierung fest. Diese muss so eindeutig sein, dass auch wiederholte Vorgänge, etwa Walzen, Glühen, zweites Walzen, zweites Glühen, in der Metallbearbeitung differenziert betrachtet werden können (Bild 2 –siehe Bildergalerie).

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