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Mit der Entwicklung des Negative-Put-Moduls hat CCA die logische Konsequenz aus der Praxis im Kommissionieralltag gezogen. Erfahrene Kommissionierer haben erkannt, dass es unter ihren Aufträgen gewissermaßen ergänzende Paare gibt. Bei optimaler Zuordnung können sie so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, das heißt zwei Aufträge mit einer Kommissionierung fertigen. Dieses Vorgehen hat CCA mit dem Negative-Put-Modul zum Prinzip gemacht.
Negative-Put-Software als Basis
Basis bildet zunächst eine spezielle Negative-Put-Software von Dematic. Sie kommuniziert mit dem Warehouse Management System (WMS) von CCA. Die Dematic-Software fordert die Ware für die Aufträge an und benachrichtigt das Warehouse Management System, wenn ein Auftrag abgeschlossen und für die weitere Verarbeitung oder den Versand bereit ist. Besonderheit: Durch Verwendung komplexer Algorithmen errechnet die patentierte Negative-Put-Software bei der Datenübernahme aus dem Warehouse Management System die größtmögliche Menge an Negativ-Kommissioniergelegenheiten.
Auf dieser Basis erfolgt eine Neusequenzierung der Aufträge zu Stapelaufträgen. Diese werden schließlich auf eine optimale Auftragsausführung ausgerichtet.
Diese Methode ist sehr vorteilhaft. Grundsätzlich erkennt die IT alle Negativ-Kommissioniergelegenheiten und berücksichtigt sie bei der Auftragsfertigung. Das sorgt für beachtliche Produktivitätssteigerungen.
Ergonomisches Ware-zur Person-Modul beschleunigt Kommissionieren
Als Hardware kommt für die Negative-Put-Prozesse ein ergonomisch konzipiertes Ware-zur-Person-Modul zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Arbeitsplätze mit Breitbildschirmen, die von zwei automatischen Palettenförderern bedient werden. Einer führt zwei volle Paletten aus dem Lager (Geberpaletten) heran, der andere zwei leere Paletten (Auftragspaletten).
Bei CCA werden an den Arbeitsplätzen Mischpaletten kommissioniert. Nach visuellen Anweisungen, die von der Negative-Put-Software auf den Bildschirmen abgebildet werden, nehmen die Kommissionierer eine Artikelanzahl von der ersten Geberpalette und legen sie auf die erste Auftragspalette. Sie können anschließend aufgefordert werden, eine weitere Warenmenge zu entnehmen und sie auf die zweite Auftragspalette zu legen.
Der gleiche Vorgang wiederholt sich mit der zweiten Geberpalette. Durch die Berechnungen der Negative-Put-Software entstehen auf diese Weise mit der kleinstmöglichen Anzahl an Artikelbewegungen vier Auftragspaletten. Denn die zwei Geberpaletten werden derart entleert, dass sie selbst die Basis für eine Auftragsbearbeitung bilden.
Wegfallende Transportzeiten steigern Produktivität und Durchsatz
Dadurch entfällt die Zeit, die üblicherweise für die Transporte zwischen zwei Kommissionierungen verschwendet wird. Das steigert Produktivität und Durchsatz. Kontrollwaagen bestätigen schließlich, dass der Bediener die korrekte Artikelanzahl kommissioniert hat. Mit dem Transport der kommissionierten Paletten durch die integrierte Förderanlage an die Ausschleusstation ist die Auftragsbearbeitung abgeschlossen.
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