Auto-ID Tablar-Management mit RFID optimiert spart Lagerfläche

Autor / Redakteur: Christian Kosmak und Johannes Traub / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Die Erweiterung des Produktions- und Logistiksystems beim Schweißgeräte-Hersteller Cloos schließt die Integration der Produktionsplanung und -versorgung in das bestehende SAP-System ein. Statt Barcodes einfach zu ersetzen, wird RFID-Technik zum Tablar-Management für kleine Kisten verwendet. Das spart Lagerfläche durch effektive Raumausnutzung.

Firmen zum Thema

Bild 1: Das auf dem zur Verfügung stehenden Raum optimal in die Produktionshalle integrierte Kleinteilelager fasst zirka 3400 Lagerplätze für Tablare und Behälter. Bilder: AM-Automation
Bild 1: Das auf dem zur Verfügung stehenden Raum optimal in die Produktionshalle integrierte Kleinteilelager fasst zirka 3400 Lagerplätze für Tablare und Behälter. Bilder: AM-Automation
( Archiv: Vogel Business Media )

Metalle begleiten den Menschen schon seit Tausenden von Jahren. Das Verbinden dieser Materialien stellt die Menschheit seit jeher vor eine große Herausforderung. Möchte man Metalle dauerhaft fügen, kommt man um das Schweißen nicht herum. Einer der führenden internationalen Anbieter auf diesem Gebiet ist die Carl Cloos Schweißtechnik GmbH aus Haiger. Seit neun Jahrzehnten bietet das Familienunternehmen mit weltweit über 700 Mitarbeitern Lösungen auf dem Gebiet der Lichtbogenbahn-Schweißtechnik und der Robotertechnologie. Im Stammhaus in Haiger wird von Schutzgas-Schweißgeräten und Schweißbrennern bis hin zu mechanisierten Sonderanlagen und schlüsselfertigen Robotersystemen die gesamte Cloos-Produktpalette gefertigt.

So zukunftsweisend die Schweißanlagen von Cloos am Markt sind, galt es dennoch, die Lagerinfrastruktur zur Produktionsversorgung und zur Auslieferung der Produkte an die Kunden zu optimieren.

Bildergalerie

Automatisches Kleinteilelager in Betrieb genommen

Deshalb entschied sich das Unternehmen, die gesamte Intralogistik und Auftragssteuerung am Standort Haiger zu modernisieren. Schwerpunkte stellten dabei die Installation eines Manufacturing-Execution-Systems (MES) und die Inbetriebnahme eines automatischen Kleinteilelagers zur Materialversorgung der Produktion dar, wobei Cloos auf eine Abbildung des Materialflussrechners innerhalb von SAP ohne separate „black box“ Wert legte.

Die Besonderheit: Das Lager muss auf möglichst wenig Fläche so viel Kapazität wie möglich bieten. Das doppelttiefe Lager besitzt mehrere seitliche Ein- und Auslagerstiche. Kanban-Regale werden direkt vom Regalbediengerät (RBG) beliefert.

Langjährige Erfahrung im Customizing von IT-Lösungen

Durch den jahrelangen Einsatz von SAP als ERP-System hatte die IT-Abteilung bei Cloos bereits eine Menge Erfahrung in Administration und Customizing gesammelt. Nun ging es darum, den passenden Umsetzungspartner mit Know-how der proprietären Programmiersprache ABAP (Advanced Business Application Programming) und Logistikverständnis zu finden.

Nach einem umfangreichen Entscheidungsprozess wurde der Auftrag zur Erweiterung ihres Produktions- und Logistiksystems an die Salt Solutions GmbH und die AM-Automation GmbH vergeben. Die Partner boten gemeinsam die Integration der Produktionsplanung und -versorgung in das SAP-System an und werden das automatische Kleinteilelager anbinden.

(ID:287028)